Krämpfe (in den Waden) – Nahrungsergänzung ja oder nein
- physionawrath
- vor 11 Minuten
- 3 Min. Lesezeit
Am letzten Sonntag ging die Fußball WM 2026 zu Ende. In den Spielen, gerade die über 120 Minuten gingen, hat man einige Spieler gesehen, die unter Krämpfen litten.
Manche kennen dieses Gefühl vielleicht und hatten selbst schon solche Krämpfe.
Meistens heißt es, dass Magnesium helfen kann, da ein Mangel entstanden ist.
Was es damit auf sich hat, möchte ich in diesem Artikel etwas beleuchten.

Was ein Krampf ist, hat vielleicht jeder schon einmal erfahren. Was dabei im Körper passiert, ist eine maximale Kontraktion der Muskulatur über eine längere Zeit.
In der Muskelphysiologie wird dazu beschrieben, dass die kleinste Einheit des Muskels (Myofibrillen) sich zusammenzieht. Und das dauerhaft. Normalerweise ziehen sich Muskeln zusammen und lösen sich wieder, wenn der Muskel nicht mehr zur Fortbewegung gebraucht wird.
Interessanterweise wird in der Physiologie beschrieben, dass Magnesium dafür verantwortlich ist die Kontraktion der Muskulatur zu beenden. Daher kommt vielleicht auch der Gedanke bei wiederkehrenden Krämpfen auf einen Mangel an Magnesium zu schließen. Da die Prozesse natürlich noch von anderen Dingen, wie Nerven etc. beeinflussbar sind muss und kann das nicht der einzige Grund dafür sein.
Aus einem anderen Blickwinkel gesehen und bei Fußballern und anderen Menschen, die an ihre Grenzen kommen, lag mein Fokus daher auf dem gesamten Wasser-Elektrolyt-Haushalt. Also Wasser und Elektrolyte im richtigen Verhältnis.
Der Wasser- und Elektrolythaushalt reguliert das physiologische Gleichgewicht von Flüssigkeit und gelösten Mineralstoffen im Körper. Elektrolyte wie Natrium, Kalium und Magnesium steuern Nervenimpulse, Muskelkontraktionen und den Blutdruck. Dieses System ist essenziell für alle Lebensvorgänge und wird maßgeblich über die Nieren gesteuert.
Bei viel Schwitzen und übermäßiger Belastung kommt dieser Haushalt meist an seine Grenzen. Wenn man nun noch davon ausgeht, dass das tiefe Muskelsystem (unsere stabilisierende Muskulatur) dem Nierenmeridian (Energiebahn) zugeordnet sind und auch in der tiefen Wadenmuskulatur verläuft, so würde das für mich schlüssiger erscheinen, als nur ein Magnesiummangel. Interessanterweise berichten viele, die zu Krämpfen neigen, wenn sie ein Glas Wasser mit Magnesium trinken, die Krämpfe weniger werden. Dabei stellt sich nun einfach die Frage, ob es an der Magnesiumtablette oder an dem Wasser liegt, welches die Nieren benötigen. Was nicht heißen soll, dass es bei solch hohen Belastungen, wie bei 120 min Fußball doch Sinn macht zu substituieren. In diesem Fall wäre es definitiv sinnvoll. Immer ist jedoch wichtig genug Wasser zu trinken, vor allem bei Substitution.
Ein Versuch wäre es Wert, über alle Elektrolyte das Problem anzugehen. Denn über den Schweiß verlieren wir sehr viele davon. Ein einfaches Hausmittel wäre dabei ein Glas Wasser mit Zitrone/Limette und ein bißchen Salz (Himalayasalz). Das ist ein gutes Mittel an heißen Tagen und ebenfalls morgens auf nüchternen Magen gut, zur Entschlackung.
Das Zweite wäre eine gute Nährstoffaufnahme über den Darm zu garantieren. Hat der Darm Stress oder ist zu belastet mit schweren Nahrungsmitteln, Säure und Emotionen, können Wasser und auch Nährstoffe nicht richtig absorbiert werden und es entsteht ein Teufelskreis, welcher die Nieren zusätzlich überlastet und deren Haushalt aus der Balance bringt.
Eine ausreichende Menge an Magnesium sollte in jedem Falls über die Nahrung aufgenommen werden.
Hierzu können sie sich einfache Lebensmitteltabellen im Internet suchen.
Ein gestauter Nierenmeridian ist meist die Folge dieser Überlastungen im Magen-Darmsystem. Dann kann man natürlich auch hier weiter schauen, was dieses System evtl. belastet.
Wenn sie dazu Hilfe benötigen oder Fragen haben, melden Sie sich bei mir und schauen gerne einmal auf meiner Seite unter Gesundheitsprodukte oder den Erklär-Videos, was ihnen helfen könnte.
Ich wünsche Ihnen gutes Schwitzen in diesem Sommer.
Alles Liebe
Johannes
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