Das Schienbeinkantensyndrom - ein Lösungsansatz
- physionawrath
- 19. Aug.
- 2 Min. Lesezeit
Das Schienbeinkantensyndrom oder Shin Splint genannt findet man häufig bei Sportlern, gerade im jungen Alter. Es wird als eine Knochenhautreizung an der Schienbeininnenkannte in zusammenhang mit fester tiefer Wadenmuskulatur beschrieben. Patienten klagen oft über massive Schmerzen in dem Bereich immer bei Bewegung bzw. vermehrter Belastung. Oft geht das Monate ohne jegliche Veränderung. Warum das so sein könnte, wollte ich mit Hilfe der TCM einmal beleuchten.

Wenn ein Mensch mit solch einem Problem zu mir in die Praxis kommt, hat er meist schon einige Stationen durch. Hausarzt, Orthopäde, MRT, Physiotherapie...
Die gesammelten Diagnosen lauten. Entzündung Knochenhaut durch Überlastung, Knick-Senkfuß, feste Waden usw.
Die Behandlungen sind Stoßwelle, Massage, Einlagen und das über eine ganze Zeit.
Interessanter Weise hätten all diese Stellen einen gemeinsamen Nenner. In diesem Fall wäre das die Bauchspeicheldrüse ihre Fußreflexzone und der passende Meridian dazu.
Die Reflexzone der Bauchspeicheldrüse liegt im inneren Bereich des linken und rechten Fußgewölbes, etwa in der Mitte zwischen der Ferse und dem Ballen.
Eine Schwäche dort könnte also mechanisch zu einem Knick-Senkfuß führen.
Der Meridian läuft vom Zehnagel des großen Zehs auf der Innenseite des Fußes unter dem Innenknöchel an der Schienbeinkante entlang über den inneren Oberschenkel bis hoch zur Schulter und endet seitlich an der 9. Rippe.
Ein Außbleiben der aufsteigenden Energie in diesem Meridian begünstigt ein abflachendes Fußgewölbe und ingesamt eine mangelnde Aufrichtung in Becken und Schultergürtel.
Die Bauchspeicheldrüse selbst und ihre Aufhängung beeinflusst das Zwerchfell und damit unsere Bauchatmung. Außerdem blockiert sie gerne die Schwingung des Zwerchfells bei Sprüngen und Landungen.
Diese Faktoren begünstigen die Verspannungen in den Unterschenkeln, da sie bei Landungen deutlich mehr arbeiten müssen. Meistens beschreiben das die Patienten auch als erste Symptome.
Nun bleibt die Frage, warum dieses System nicht mehr seine Arbeit tut und welche Ursachen dahinter stecken könnten.
Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten.
Körperlich kann es, gerade in der Pubertät in der Zeit der Hormonellen Umstellung zu Problemen in diesem Bereich führen.
Auf der Meridiansebene kann der Umlauf Lunge/Dickdarm gestört sein und zur Schwächung der Bauchspeicheldrüse beitragen.
Emotional entwickelt sich in diesem Alter die Abgrenzung vom Umfeld, welches dann oft zu Spannungen führt, die sich in diesem System bemerkbar machen.
Energetisch finden hier die Prozesse wie zum Beispiel Macht, Individualität und Kreativität statt.
Diese und weitere Fragen, kann man bei einer solchen Symptomatik stellen.
Die Arbeit auf diesen Ebenen hat gezeigt, dass es durchaus zu einer raschen Linderung der Probleme führen kann.
Vielleicht kennen sie noch andere Lösungsansätze. Lassen sie es ich gerne wissen.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer.
Alles Liebe
Johannes
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